Freisprechungsfeier der Tischler-Innung Westfalen-Süd 2025

Jenny Bensberg eröffnete als Obermeisterin der Tischlerinnung Westfalen-Süd kürzlich die Freisprechungsfeier im Haus der Siegerländer Wirtschaft.

Karl-Friedrich Bublitz richtete als stellvertretender Kreishandwerksmeister Worte an die neuen Gesellinnen und Gesellen, in denen er den hohen Stellenwert des Handwerks in den Vordergrund stellte.

Harald Görnig erklärte als Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd: „Sie gehören jetzt zur handwerklichen Elite. Wir brauchen Handwerker wie Sie."

Die Gesellen stellten sich für ein gemeinsames Gruppenfoto auf.

Ort: Haus der Siegerländer Wirtschaft
Datum: 17.07.2025


„Heute ist ein besonderer Tag, ein Tag des Übergangs, der Anerkennung, der Einstieg in ein selbstbestimmtes handwerkliches Leben. Wir sind hier zusammengekommen, um das zu feiern, was ihr frisch gebackenen Gesellinnen und Gesellen erreicht habt: Ihr habt es geschafft! Ihr habt eure Ausbildung im Tischlerhandwerk erfolgreich abgeschlossen.“ 
Mit diesen Worten eröffnete Jenny Bensberg als Obermeisterin der Tischlerinnung Westfalen-Süd kürzlich die Freisprechungsfeier im Haus der Siegerländer Wirtschaft. „Ihr habt sehr abwechslungsreiche Zeiten erlebt. Ihr durftet in eurer Lehrzeit heranreifen, persönlich wie auch handwerklich. Ihr durftet Erfahrungen sammeln, Fehler machen, aus Fehlern lernen und Werkstatt- und Baustellenluft schnuppern. Ihr habt positives Feedback bekommen, ihr habt gelernt mit Kritik umzugehen und euch stetig zu verbessern. Das waren alles Entwicklungsschritte. Schön, dass ihr durchgehalten habt“, so Jenny Bensberg. 

Obermeisterin weiß, wovon sie spricht

Sie selbst sei seit 17 Jahren Tischlermeisterin und genau wie die jungen ehemaligen Tischlerlehrlinge gestartet. Danach habe sie Handwerksdesign studiert und den Betriebswirt im Handwerk gemacht. „All diese und viele und andere Weiterbildungen stehen auch euch offen. Er gibt viele tolle, interessante und herausfordernde Weiterbildungsmöglichkeiten. Was ihr gleich in der Hand halten werdet, euren Gesellenbrief – ist mehr als nur ein Stück Papier. Es ist euer Schlüssel. Ein Schlüssel zu einer Zukunft, den ihr selbst gestalten könnt. Ob in der Werkstatt, auf der Baustelle oder in diversen Weiterbildungen. Ihr habt Möglichkeiten, nutzt sie“, so die Obermeisterin. Sie dankte in ihrer Rede auch den Familien, allen Ausbilderinnen und Ausbildern in Betrieben und Schule und den Lehrlingswarten Tim Weigand und Matthias Reuter. 

Klare Worte der Motivation 

Karl-Friedrich Bublitz richtete als stellvertretender Kreishandwerksmeister Worte an die neuen Gesellinnen und Gesellen, in denen er den hohen Stellenwert des Handwerks in den Vordergrund stellte. Hier könne mit den Händen etwas geschaffen werden, was die Kunden zufrieden macht und weitere Aufträge bringe. Er beobachte immer mehr, dass oftmals viel geredet und am Handy gespielt werde und mahnte, dass sich so in der Welt und insbesondere im Handwerk nicht viel zum Positiven wenden werde. „Also packen Sie es an und machen etwas aus Ihrer Zukunft. Eine solide Grundlage haben Sie mit ihrer tollen Ausbildung erreicht. 

„Sie sind die Zukunft“

Harald Görnig erklärte als Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd: „Sie gehören jetzt zur handwerklichen Elite. Wir brauchen Handwerker wie Sie. Sie können etwas, was andere nicht können. Möbel herstellen und aus Holz Werkstücke fertigen, die den Menschen gefallen und Ihnen weitere Aufträge bringen. Machen Sie das Beste aus ihrer beruflichen und privaten Zukunft.“

Form, Farbe, Material – keine leichte Entscheidung 

Nach der Überreichung der Prüfungszeugnisse und Gesellenbriefe hatte Birgit Schapals die besondere Ehre eine Laudatio halten zu dürfen. Als Architektin und Mitglied der Architektenkammer war sie bei der Auszeichnung „Die Gute Form“ eines der Jurymitglieder. „Der Jury ist es sehr schwergefallen, sich für ein Möbel zu entscheiden, weil viele gute präsentiert wurden: mal konservativ, mal modern, mal pfiffig oder auch solide. Ihr habt hervorragend Materialien kombiniert und interpretiert: überwiegend Eiche, Nussbaum, Kirsche, manchmal auch in Kombination mit Glas, Leder, Spiegeln, MDF oder gar mit Beleuchtung“, so die Laudatorin. 
Die gute Form ist ein Wettbewerb, der exzellent gestaltete Gesellenstücke im Tischler- und Schreinerhandwerk auszeichnet. 

Der dritte Platz ging an Linus Hille vom Ausbildungsbetrieb Schreinerei Martin Quandel aus Freudenberg. Linus Hille hatte eine Kaffeebar geschreinert. 

Platz 2 ging an Ben Gerhard vom Betrieb Tischlerei Andrick-Busch aus Siegen. Er hatte einen ausgewogenen Barschrank gebaut, namens: Minibar „Celona“

Den 1. Platz belegte Jonathan Dietewich vom Ausbildungsbetrieb Schreinerei Hassel aus Neunkirchen. Auch er hat einen Barschrank entworfen und gebaut, der die Jury überzeugte in ihrer Form, Funktionalität und Aussehen. Er trug den Namen Barschrank Regia.

Folgende Gesellen wurden im Rahmen der Feier freigesprochen:

Wintergesellenprüfung 2024/2025
Nils Lukas Bäcker (Matthias Wahl, Bad Berleburg)
Nils Dickmann (Unikat Möbel und Einrichtungen Matthias Michel GmbH, Siegen)
Jan-Moritz Heppner    (Schreinerei Göbel GmbH, Netphen)

Sommergesellenprüfung 2025 
Robin Birkefeld (Volker Nöll, Siegen)
Simon Bröckelmann (Marcus Lütteke, Attendorn)
Fynn-Luca Bügemannskemper (Schreinerei Schöne GmbH, Netphen)
Lucas Dach (Fritz und Alfred Müller GmbH, Hilchenbach)
Jonathan Dietewich (Hassel GmbH & Co. KG, Neunkirchen)
Clemens Dobernig (Ralph Hesse, Lennestadt)
Lukas Erhart (Thomas Hömberg, Lennestadt)
Tim Erwes (Wohn Galerie Hellweg GmbH, Finnentrop)
Nico Fabri (Möbel Kattenborn GmbH & Co. KG, Lennestadt)
Anton Fuchs (Karl Zoll GmbH, Bad Berleburg)
Ben Gerhard (Tischlerei Andrick-Busch KG, Siegen)
Luis Grüttner (Möbel Leber GmbH & Co. KG, Kreuztal)
Linus Hille (Martin Quandel, Freudenberg)
Lukas Hoffmann (Klein-Nöh GmbH, Netphen)
Henry Hörnig (Tischlerei Kraume, Inh. S. Kraume, Kirchhundem)
Justin Hupka (Hess Objekteinrichtungen, Bad Berleburg)
Sam Jonathan Mertens (Schreinerei Löser GmbH, Olpe)
Noel Piotrowski (Andreas Alfes, Wenden)
Martha Luise Rink (Thomas Schmitt e. K., Wilnsdorf)
Marian Georg Scholz (Schreinerei Hoffmann Siegerland GmbH,Netphen)
Merle Suttmeier (Möbel Leber GmbH & Co. KG, Kreuztal)
Ben Unverzagt (Fritz und Alfred Müller GmbH, Hilchenbach)

Die Prüfungsbesten waren: 

1. Lucas Dach (Fritz und Alfred Müller GmbH, Hilchenbach)

2. Merle Suttmeier (Möbel Leber GmbH & Co. KG, Kreuztal)

3. Simon Bröckelmann (Marcus Lütteke, Attendorn)

Text und Fotos: Kai Osthoff